Vom Tycoon und den Ameisen

Einige Tage nach unserem »Versuch die Welt aufzustellen« hatte ich einen Traum. Er hat mir Angst gemacht und ging mir den ganzen Tag nicht aus dem Kopf. Ich bin zu meinem Lieblingsplatz am Fluss gegangen um ihn aufzuschreiben. Ich wollte ein Photo machen und entdeckte dabei direkt auf Augenhöhe diesen geknickten Zweig, aus dessen Bruchstelle viele neue kleine Triebe wuchsen. Einer zerbricht und an seine Stelle treten andere, die weiterwachsen. Da begriff ich was er mir sagen wollte … Weiterlesen

Cornillac oder das metaphysische Dorf

Ursprünglich wollten wir ein anderes Dorf kaufen. Ein ganzes Dorf auf einmal. Alle zusammen. Es hieß Saint Symphorien, war seit über 200 Jahren verlassen, hatte keine Elektrizität und konnte nur über eine 1000 Jahre alte Brücke erreicht werden … Weiterlesen

Die Kraft des Wassers

Es gibt Tage, da ist man auch ohne billigen Rot­wein, trübes Wetter und Ebbe in der Kasse depri­miert. An einem solchen Abend … Weiterlesen

Hände …

Wenige Wochen nach Beginn des Semester klopfte es an die Tür des kleinen Unterrichtsraums in der Musikhochschule, und ohne das »Herein!« des Professors abzuwarten betrat ein Mann in einem roten Overall den Raum … Weiterlesen

7 Wochen ohne …

Jedes Jahr nehme ich mir ein Fastenthema vor – irgendetwas, wovon ich nicht mehr genau weiß, ob ich es im Griff habe oder es mich. Themen in den letzten Jahren waren … Weiterlesen

Spätsommerfeuerwerk

Heute habe ich ein Glas Pflaumen­kompott geöf­fnet, dessen Inhalt ein so gran­dioses Feuer­werk auf meine Ge­schmacks­nerven abge­feuert hat, dass ich das Rezept heute hier mit meinen Lesern teilen muss. ­ Die Früchte bekam ich im (…) Weiterlesen

Wid(d)erspenstigkeiten

Eine Gefähr­tin auf meiner Heilungs­reise, deren elo­quente Aus­füh­rungen mir immer großen Genuss berei­tet haben erzählte eines Abends, ihr acht­jähriger Sohn habe Ver­haltens­weisen eindeu­tig pubertärer Widerspenstigkeit an den Tag gelegt. Darauf­hin habe sie ihm fol­genden Vor­trag gehalten: »Mein lieber Sohn… Weiterlesen

Von der Aufzugmeditation
zur Gabelmeditation 2. Ordnung

Jemand auf den weder die Zuschreibung »Freunde« noch »Familie« zutrifft, hat mein blog gelesen! Damit will ich sagen, jemand der nicht im Verdacht steht lieb zu mir sein zu wollen. Sie findet ihn gut. Und (…) Weiterlesen

Erste Hürde:
mein singender Hund

Den Gefährten und Gefährtinnen meiner Heilungsreise gewidmet,die morgens in die Kälte mussten In der Klinik gab es die sogenannte Morgenschiene — um 6.15h mit anderen vermummt-verschlafenen Gestalten lostraben zum Sammelpunkt fürs Joggen oder Walken im (…) Weiterlesen

9. November 1989

Früher war für mich der 9. November immer der Tag der Pogrome in der Reichs­kristall­nacht 1938 gewesen. 1989 — 61 Jahre danach und fast auf die Stunde genau heute vor 24 Jahren — kaufte ich in einem kleinen Super­markt am Stadt­rand von Amster­dam fürs Abend­essen ein. Mein zwei­jähriger Sohn saß im Trage­tuch auf meiner Hüfte … Weiterlesen